Mit der Uhr in der Hand

 

Wir leben in `ner eiligen, hastigen Zeit

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand,

der eine, der schiebt heut den anderen beiseite

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

Wir drängen alle vorwärts, ob Hinz oder Kunz,

sind stets außer uns, und wir kommen nie zu uns,

denn wir werden mit uns ja nur flüchtig bekannt

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

 

Der Tag beginnt schon in eiligem Lauf

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand,

der Wecker, der weckt uns, wir stehen schon auf

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

Schnell ziehen wir uns an, und wir schlingen unseren Schmaus,

der ist noch nicht runter, da treten wir aus

und sitzen selbst dort an der hinteren Wand

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

 

Wir turnen, wir trainieren, zum Masseur gehen wir hin

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand,

mal sind wir zu dick, mal sind wir zu dünn

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

Wir gehen nie, sind auf dem Laufenden stets,

wenn wir mal wen treffen, dann fragen wir: Wie geht’s?

Und eh der es uns sagt, sind wir weiter gerannt

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

 

Die Liebe, die Ehe betreiben wir als Sport

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand,

wir finden uns, verbinden uns und pflanzen uns fort

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

Will sie ihn mal küssen, dann stellt er sich froh –

und denkt sich: Nun mach schon, ich muss ins Büro –

und er drückt sie ans Herz und küsst sie galant

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

 

So eilen wir durchs Jahr ohne Zeit und Plesier

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand

und plötzlich ist Advent – wie erstaunt sind wir

mit der Uhr in der Hand, mit der Uhr in der Hand.

 

Wie wäre es nun ohne Hasten und Eilen

bei Gesprächen und Besuchen zu verweilen,

mit Familie und Freunden die Zeit zu genießen,

für uns selbst einen Tee oder Kaffee aufzugießen

ohne Uhr in der Hand, ohne Uhr in der Hand.

 

Freuen wir uns nun auf Weihnachten

und auf das Kind aus dem Heiligen Land

ohne Uhr in der Hand, ohne Uhr in der Hand.            Text nach Otto Reutter

                                                                                                                                                     arrangiert Edeltraud Hofacker    

                                                                                                                                                          

 

 

Jetzt Bastelzeit 

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